Gegenlicht - Das volle Programm
Ein schonungslos ehrlicher, bissig-berlinerischer Weckruf, der Deutschland zur radikalen Generalreparatur auf die Hebebühne hebt – mit klarer Kante, trockenem Humor und dem unmissverständlichen Appell: Ärmel hochkrempeln und gemeinsam anpacken, bevor der Karren endgültig liegen bleibt.

Kameramann schreibt Buch über die Systeme
Stefan Wachner habe für alles Reformvorschläge und Patentrezepte, schwärmt Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Sie preist sein Buch „Gegenlicht“ als eine Anleitung zur Revolution. Nordkurier, 2025
Weitere Werke



Gegenlicht - Die Hoffnung stirbt zuletzt
Ein Buch für alle, die schon oft nach dem Weg in unsere Zukunft gefragt haben und noch nie eine halbwegs zufriedenstellende Antwort bekamen.
„Zugegeben: Es sind ungewöhnliche
und vielleicht auch etwas viele Lösungsvorschläge …
Mit seinen Vorschlägen wolle er dabei helfen,
neuen Mut, Kraft und Hoffnung
in
schwierigen Zeiten zu schaffen.“
MÄRKISCHE ODERZEITUNG, Frankfurt
Offener brief an Wolfgang Niedecken
heute fiel mir Ihr Interview im TAGESPIEGEL aus Berlin in die Hände, was mich recht ratlos und sehr traurig zurücklässt.Ich bin Baujahr 1964 und stamme aus Frankfurt an der Oder, Sie haben diese Stadt besungen, das war toll.Ich war in der DDR „privilegiert,“ nicht wegen meiner Stasi- oder SED-Eltern, mit diesem „Pack“ wollte ich nichts zu tun haben. Nein, ich hatte ein viel besseres Privileg: Eine mutige „West-Oma,“ die zwei BAP Alben über die innerdeutsche Grenze schmuggelte, ja, das war damals mutig.
Seitdem kann ich alle BAP-Texte auswendig, ich fand es großartig, wie Sie das geplante Konzert in der DDR absagten, nicht vor den SED-Barben eingeknickt sind und dies im o.g. Song festhielten.
Sie waren ein Idol meiner Jugend, nicht nur wegen der wirklich coolen Mugge. Sie waren einer der mutigen Menschen, die gegen Aufrüstung und Kriegshetze kämpften. Sie und viele Millionen BRD-Bürger standen auf und Sie alle haben damals viel bewirkt, genau deswegen war die BRD das Land meiner Träume.
Nun sagen Sie, Sie seien heute „nicht weltfremd“ und finden das „zwei Prozent Ziel“ richtig, was nichts an deres bedeutet, dass die Aufrüstung heute gut finden?! War es also damals „weltfremd“ für Abrüstung und Frieden zu sein. War es damals „weltfremd“ Ihr eigenes Gewissen über alles zu stellen und den Dienst in der Bundeswehr zu verweigern. War es damals weltfremd, den Tag der Befreiung zu feiern und 27 Millionen toter Sowjetbürger zu gedenken, verbunden mit dem Versprechen, das so etwas nie wieder geschehen dürfe.
Sind Sie heute nicht mehr so weltfremd, einen Krieg gegen Russland zu befürworten, denn darum geht es, das sollten selbst Sie verstanden haben. Sind Sie heute nicht mehr so weltfremd, zu befürworten, dass eine neue Generation jünger Männer gar nicht mehr nach Ihrem Gewissen gefragt wird, sondern einfach ver heizt werden soll.
Sind Sie wirklich so weltfremd und so naiv zu glauben, dass die heutigen Kriegstreiber nicht die Gleichen sind, gegen die Sie damals gekämpft haben. Haben Sie nicht bemerkt, dass zwar die Köpfe andere, aber die Konzerne dieselben sind. Glauben Sie das Märchen vom „bösen“ Russen? Herr Niedecken, Sie haben bis heute „Reichweite,“ Ihr Wort wird gehört. Wollen Sie in derselben Ecke ste hen, wie das „grüne Pack,“ ich kann es nicht anders formulieren, das sich selbst damals zu fein war aber heute über das Leben meines achtzehnjährigen Sohnes entscheiden will.
Ich kann nicht glauben, dass Sie das wollen. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass gerade eine BRD untergeht, die damals für Frieden, Abrüstung und das Recht der Andersdenkenden einstand. Dafür haben Sie doch gekämpft! Ich habe in den letzten Jahren viele Ideale und Idole verloren, ich werde den Verlust eines Weiteren ver kraften. Ich möchte Sie nur herzlich bitten, sich der Wirkung Ihrer Worte besser bewusst zu sein.
In bleibender Hochachtung vor Ihrem Werk
Stefan Wachner